Sie trinken gerne Tee und wollen Ihre Teezeit einmal so richtig zelebrieren? Die praktischen Teebeutel passen da nicht so gut. Loser Tee muss her. Hier gibt es allerdings unterschiedlichste Qualitäten und Zubereitungsmethoden.

Wie erkennen Sie nun richtig guten Tee?

Tee wird aus den getrockneten Blättern und Blüten des Teestrauchs hergestellt. In den meisten Herkunftsländern wie Indien, China, Sri Lanka wird er von Hand gepflückt. In Japan werden überwiegend Maschinen zur Ernte eingesetzt. Sind die Teeblätter erst einmal gepflückt, durchlaufen sie einen Verarbeitungsprozess bis zum endgültigen Verpacken.

Zunächst müssen die Teeblätter welken. Dadurch werden sie weicher und können gerollt werden. Ziel des Rollens ist es, die Blattzellen aufzubrechen und den Zellsaft mit Sauerstoff zu verbinden. Das Rollen passiert mehrere Male und zwischendurch werden die Blätter mit einem Sieb ausgesiebt, um Restbestandteile von Stängel und Rindenanteilen zu entfernen.

Danach werden die gerollten und durchfeuchteten Teeblätter ausgebreitet. Es beginnt ein Gärprozess, der bei der Herstellung von qualitativ hochwertigem Tee sehr wichtig ist. Wenn der Tee duftet und eine kupferrote Farbe angenommen hat, ist die Fermentierung beendet. Dann werden die Teeblätter mit heißer Luft getrocknet. Dabei werden die Blätter immer wieder bewegt, damit alle gleich gut durchtrocknen. Nach der Trocknung werden die Blätter mit Sieben voneinander getrennt. Den Vorgang nennt man rütteln. Durch das Rütteln teilen sich die die Blätter in unterschiedliche Blattgrade, also Blatteile in unterschiedlicher Größe. Die Qualität und der Geschmack sind ist deshalb nicht unbedingt größer, je größer die verbleibenden Blattfragmente sind. Aber die Blattgrade bestimmen traditionell die Bezeichnung der Teequalität.

Was bedeuten die Abkürzungen beim Tee?

Wenn Sie also im Laden stehen und guten Tee kaufen wollen, werden Sie mit vielen Abkürzungen konfrontiert.

P steht für Pekoe, hergestellt aus jungen, kaum gebrochenen Teeblättern, O.P. sagt Ihnen, dass Sie es mit einem fruchtigen, bitter-süßem Standard-Tee mit langen, sehr spitzen Blättern zu tun haben. Dabei steht das Orange nicht dafür, dass dem Tee ein Aroma zugesetzt wurde, sondern rührt vom niederländischen Oranje her, was für königlich steht. F.O.P. bedeutet Flowery Orange Pekoe, ein sehr guter Tee mit vielen langen Blättern und wenig Blattspitzen. G.F.O.P. steht für Golden Flowery Orange Pekoe, also hochwertiger Tee mit einer ausgewogenen Mischung aus langen Blättern, Blattspitzen und Knospen. T.G.F.O.P. bezeichnet einen Tippy Golden Flowery Orange Pekoe, einen Tee mit hohem Anteil an goldfarbenen Blattspitzen. Schließlich gibt es noch die Bezeichnung F.T.G.F.O.P. für Fine Tippy Golden Flowery Orange Pekoe. Das können Sie sich schon aus den vorausgegangenen Merkmalen zusammensetzen. Diese Adjektive stehen für die weltweit beste Teequalität. Oft gibt es auch noch die Unterscheidung in Blatt Tee und Broken Tee. Hier finden sie dann vor den Bezeichnungen ein B für Broken.

Allerdings: Tee ist Geschmackssache und deshalb sollten Sie vor allem darauf achten, welcher Tee Ihnen am besten schmeckt. Und: der beste Tee schmeckt nicht, wenn Sie bei der Zubereitung entscheidende Fehler gemacht haben.

So bereiten Sie den Tee richtig zu

Um diese zu vermeiden, gibt es einige allgemeine Regeln, die Sie beherzigen sollten.

Wollen Sie die perfekte Tasse Tee genießen, brauchen Sie neben dem richtigen Zubehör und der Wasserqualität vor allem die Temperatur, die Teemenge und die Ziehzeit. Und bitte nehmen Sie sich grundsätzlich ein wenig Zeit, um die Teezeremonie zu genießen. Sie wollen ja bewusst einen Unterschied zur Teebeuteltasse im Stehen machen!

Je frischer der Tee, desto besser der Geschmack. Achten Sie also gleich beim Einkauf auf die Ernten aus dem aktuellen Jahr. In Ihrer Teekanne sollten Sie nur Tee zubereiten. Als Faustregel nehmen Sie bitte pro Teetasse einen Teelöffel Tee. Je mehr Teeblätter Sie verwenden, desto intensiver wird der Geschmack. Verschiedene Teesorten brauchen unterschiedliche Wassertemperaturen. Schwarzer Tee verträgt kochendes Wasser, beachten Sie aber, dass kochendes Wasser die Ziehdauer verkürzt. Je länger der Tee zieht, desto intensiver ist der Geschmack. Schwarzer Tee sollte aber nicht länger als fünf Minuten ziehen. In den ersten beiden Minuten gibt Schwarztee vor allem sein Koffein ab – beim Tee wird es Teein genannt. Der Tee wirkt anregend. Ab drei Minuten wirkt der Tee beruhigend, vor allem auf den Magen-Darmtrakt.

Und jetzt: nur noch genießen…..

Guten Tee erkennen und genießen

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