Der Schwarze Tee kennt viele Sortennamen, die abhängig von den Anbaugebieten sind, aus denen der Tee stammt. Diese Sorten unterscheiden sich auch hinsichtlich Qualität und Geschmack. Die bekanntesten Schwarztee-Sorten sind dabei:

  • Assam
  • Darjeeling
  • Ceylon
  • Keemun
  • Sikkim

Der Keemun-Tee ist zum Beispiel der bekannteste Schwarztee aus China, wird dort allerdings erst seit 1875 angebaut. Indien gilt dagegen als wichtigster Hersteller von Schwarztee, schließlich liegen hier, am Fuße des Himalaya die bekanntesten Anbaugebiete für Schwarztee: Darjeeling, Assam und Sikkim. Assam ist sogar das weltweit größte, zusammenhängende Anbaugebiet für Schwarzen Tee. Seit Jahrhunderten wird hier Tee für den Eigenbedarf angebaut, ab 1823 auch im größeren Maße, als man in Indien die Teekultur entdeckte. Der Assam wurde seitdem auch in andere Länder exportiert.

Aus dem Anbaugebiet Darjeeling stammen dagegen die wohl besten Schwarztee-Sorten. Im Norden Indiens profitieren die hier angebauten Teepflanzen vom subtropischen Klima. Zudem wird der Darjeeling auf einer Höhe bis zu 2.000 Metern angebaut. Dies führt zu einer deutlich aufwändigeren Ernte dieses Tees, weshalb die Kosten für den Darjeeling ebenfalls in den oberen Regionen zu finden sind.

Außerdem ist der Ceylon Schwarztee sehr bekannt. Er wird auf der Insel Sri Lanka im Indischen Ozean angebaut. Sie hörte früher auf den Namen Ceylon, wurde 1972 jedoch in Sri Lanka umbenannt. Anders beim Ceylon Tee, der bis heute seinen Namen behalten hat. Auf Sri Lanka werden die Teepflanzen auf Höhen von bis zu 2.200 Metern angebaut. Weltweit ist Sri Lanka übrigens der viertgrößte Teeproduzent. Grund dafür war die Zerstörung der hier einst ansässigen Kaffeeplantagen durch einen Pilz, denn ursprünglich war Ceylon bekannt als Kaffeeinsel.

Schwarzer Tee oft aromatisiert angeboten

Der Schwarze Tee kann auch geschmacklich überzeugen. Der Darjeeling weist einen nussigen bis blumigen Geschmack auf, der Assam hat eher ein malziges Aroma und der Ceylon zeichnet sich durch eine würzige Note aus. Abhängig ist der Geschmack allerdings auch vom Erntezeitpunkt.

Zusätzlich gibt es im Handel mittlerweile eine ganze Reihe aromatisierter Schwarztees. Der Earl Grey ist der wohl bekannteste von ihnen. Diesem Schwarztee wurde Bergamotte beigefügt, wodurch der Tee ein unverwechselbares Aroma erhält. Wurde einst eher der Grüne Tee aromatisiert, sucht man mittlerweile auch beim Schwarzen Tee immer häufiger nach anderen Geschmacksrichtungen. Dabei sind die Geschmacksrichtungen

  • Kirsche,
  • Erdbeere,
  • Orange,
  • Zitrone,
  • Apfel und
  • Maracuja

derzeit am beliebtesten. Vanille, Zimt und Anis erfreuen sich dagegen in der Weihnachtszeit einer großen Beliebtheit. Für die Aromatisierung können das Gewürz an sich oder auch Stücke der Frucht beigemengt werden. Blütenblätter können dem Schwarzen Tee ebenfalls zugefügt werden. Jasmin- und Rosentee gelten in diesem Bereich als bekannteste Vertreter.

Briten lieben Schwarzen Tee mit Milch

In Großbritannien, quasi dem Mutterland des Schwarztees, wird dieser stets mit einem Schuss Milch oder Sahne getrunken. Durch die Milch bzw. das darin enthaltene Fett sollen die im Tee enthaltenen Bitterstoffe gebunden und neutralisiert werden. Dadurch wird der Geschmack abgemildert und verbessert.

Allerdings wirkt die Milch im Schwarztee auch nachteilig, denn die im Tee enthaltenen Gerbstoffe, die auch als Katechine bekannt sind, sorgen zwar für einen bitteren Geschmack, wirken jedoch gleichzeitig als Antioxidantien. Das heißt, sie können die Gefäße erweitern und so der gefürchteten Arteriosklerose entgegen wirken. Diese Eigenschaften verlieren die Katechine allerdings bei der Zugabe von Milch in den Tee und können sich somit nicht mehr positiv auf die Arterien auswirken.

Schwarzer Tee tritt in vielen Sorten auf

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